Kutna Hora - Jihlava 82km
25. 7. 2026
Weil ich weiß, dass es heute zwar nicht länger aber anstrengender werden wird, beeile ich mich und komme tatsächlich schon um 9:15 weg. Handy und Powerbank sind voll geladen, denn gestern habe ich gesehen, wieviel Akku das Navigieren braucht.
Gleich am Stadtrand geht es steil hinauf und schon nach 1km bin ich außer Atem. Nach 4 km bemerke ich , dass ich die Powerriegel, die ich gestern gekauft habe als Proviant für die nächsten 2 Tage im Kühlschrank vergessen habe.
Bei einem Badeteich gibt es eine Bank im Schatten, die mich kurz Rasten lässt. Ich komme irgendwie nur langsam weiter. Hügel und Hitze machen mir zu schaffen. Mein Wasser ist inzwischen lauwarm. In einem Ort namens Okroulice gibt es einen Kiosk mit Softeis und slushy. Ich kaufe mir einen Becher Slushy mit Kirschgeschmack und es schmeckt wie Ambrosia. Doch nach der Pause weiß mein Handy nicht mehr, wo ich bin: kein GPS Signal. Da hilft nur ein Neustart und es geht wieder und die kurze Panik ist vorbei. Allerdings habe ich noch immer ca. 30km. Die Rezeption vom Hotel hat heute angeblich bis 19 Uhr offen.
Ab Stoky verläuft der Weg parallel zur Bundesstraße auf einem separaten gekennzeichneten Radweg und meistens bergab. Das ist gut so, denn ich kann eigentlich nicht mehr und nach jeder kleinen Steigung muss ich rasten.
Als ich schon im Stadtgebiet von Jihlava bin, geht es ganz steil neben einem Fluß bergab, dann komme ich auf große Straßen mit Kreisverkehren und natürlich wieder leicht bergauf.ich bin aber dann bald beim Hotel um 5 vor sieben ist aber keiner mehr da. Ich erfahre aber telefonisch (Danke Powerbank) den Code für meine Schlüsselbox und das Rad darf ich in die Lobby stellen.
Es ist ein schönes Hotel mit Klimaanlage, Minibar und Wasserkocher. Das ist gut, denn heute gehe ich nicht mehr weg. Ich leere die halbe nichtalkoholische Minibar und jetzt kommen die Instantnudeln, die ich von Anfang an mitschleppe, zum Einsatz.
Ich erkenne, dass der Plan in 2 Tagen in Wien zu sein, nicht aufgehen wird. Also entweder 3 Tage, oder ich steige in Retz in den Zug.
Fotos gibt es fast keine, denn ich war zu sehr mit fahren beschäftigt. Auf dem einen kann man zwei Rehe erkennen.
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